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Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: 14 Vom irdischen und vom ewigen Leben

14. Vom irdischen Leben

Es wird gesagt, dass ein goldenes Grab des Alexander  dem Großen in einem Gebäude war, welches allen offen stand. Zu diesem kamen viele Philosophen zusammen, einer von ihnen sagte dies: „Alexander machte aus Gold eine Schatzkammer, nun schließt ihn das goldene Grab wie eine Schatzkammer ein.“ Ein anderer sagte: „Gestern genügte ihm noch nicht einmal die ganze welt, heute genügen ihm nur vier Ellen.“ Wieder ein anderer sagte: „Gestern konnte er noch viele vom Tod befreien, heute konnte er allerdings noch nicht einmal die Wurfspieße des Todes verhindern.“ Noch ein anderer sagte: „Vorher führte er ein Heer, später wurde er vom Heer zum Grab getragen.“ Und wieder ein anderer sagte: „Gestern unterdrückte er die Erde, heute wird er selbst von eben dieser Erde unterdrückt.“

Aber was und wer auch immer etwas über den sehr mächtigen König sagte, blieb lange Zeit in Erinnerung. Ein Einsiedler hat von einem weisen Mann erfragt: „Was soll ich in diesem Jahrhundert machen, dass in einer anderen Welt vorankomme. Jener aber antwortete: „Mach, was gut ist bei den Menschen und auch bei Gott. Schätze deinen Geist ebenso wie deinen Körper, und du wirst Fortschritte machen. Vergiss jenen nicht, der dich nicht vergisst. Fürchte Gott, weil die Gottesfurcht der geeignete Schlüssel  ist, Ruhm zu erlangen. Und so wie Solomon bereits sagte: „Fürchte Gott und beachte seine Gebete. Alles, was geschieht, wird Gott vor das Gericht führen, sei es Gutes, sei es Schlechtes. Deswegen sollen wir die unendliche Güte des allmächtigen Gottes erbitten, damit wir  nach dem Tag des Gerichts zu rechten Seite seines Sohnes gestellt sind, wir verdienen ewige Ruhe zu genießen. Wobei uns unser Herr Jesus zur Seite steht, denn die Ehre und der Mumm ist mit dem Vater und dem heiligen Geist. Amen

1 Kommentar 19.11.09 14:54, kommentieren

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Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: 13 Von den verschiedenen Wegen

13. Von den verschiedenen Wegen

Der Araber lehrte seinen Sohn und sagte: „Folge den Hauptstraßen, auch wenn sie lange Fußwege sind. Er hatte ihm schon von einem Weg erzählt. Er war einst mit einigen Kameraden auf dem Weg zu einer Stadt gewesen. Aber als vor ihnen ein Fluss gewesen war, den sie überqueren mussten, welchen Weg sie auch immer zu der Stadt nehmen konnten. Der Weg teilte sich dort jedoch in zwei Richtungen. Der eine Weg führte durch eine Furt, der andere über eine Brücke. Dann sahen sie einen alten Mann, den sie fragten, welcher Weg schneller zur Stadt führte. Und der alte Mann sagte, der Weg durch die Furt sei kürzer zur Stadt als der Weg über die Brücke. Aber sie sollten über die Brücke gehen, da sie sicherer zur Stadt kämen. Darauf hin hatten sie den Mann ausgelacht und gingen durch die Furt. Aber die einen verloren ihre ertrunkenen Kameraden, andere ihre Pferde und ihr Gepäck und wieder andere hatten die feuchten Kleidungsstücke und ihre verlorenen Sachen beweint. Und er und der alte Mann, die über die Brücke gegangen waren, waren ohne irgendetwas Unangenehmes vorangekommen und hatten die gerühmten Gefährten, die ihren Verlust beweinten, wiedergefunden. Als der alte Mann fragte, warum sie nicht wohlbehalten die Brücke überquert hatten, hatten sie geantwortet, sie hätten es so getan, weil sie die Reise nicht verlangsamen wollten. Aber der alte Mann hatte lachend gesagt, dass sie in Wahrheit länger aufgehalten worden waren. Glücklich war er mit dem alten Mann durch die Pforten  der Stadt eingetreten. Ein solches Sprichwort ist für diese Sache passend: Groß, stark und lang ist der Weg ins Paradies, kurz der Weg in die Hölle.

 

1 Kommentar 19.11.09 14:51, kommentieren

Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: 12: Wer den Schaden hat, braucht...

Keine Gewähr für die Angaben.

Wer den Schaden hat, braucht…

 Einem (gewissen) Bauern gehörte ein stück Land, das voll von verschiedenen Blumen und Pflanzen war. Er saß eines Abends gerade an diesem Ort und ruhte sich aus, als er plötzlich ein Vögelchen, welches in einer wundersamen weise sang, hörte. Er fing es mit einer hinterlistigen Schlinge. Das Vögelchen sagte zu ihm: „Warum wolltest du mich mit so großem Eifer einfangen? auf welche Weise soll ich dir helfen?“ Dann sagte der Mann zu diesem: „Ich wünsche deine Lieder zu hören.“ Dem sagte der Vogel: „ Nachdem ich von dir zurückgehalten worden bin, werde ich weder durch Bitten noch für eine Belohnung für dich singen.“ Aber jener sagte: „Wenn du nicht singst, werde ich dich essen.“ Und der Vogel sagte: „ Es ist ein dummer Mann, der sich derartiges wünscht. Denn du wirst dich nicht an meinem sehr wenigem und zähen Fleisch erfreuen. Wenn du mich aber frei lässt, werde ich dir von großem Nutzen sein.“ Der Mann aber entgegnete: „ Auf welche weise wirst du mir denn nützlich sein?“ Der Vogel antwortete: „ich teile dir drei Regeln der Weisheit mit, welche du wertvoller halten wirst als die Vorfahren das Fleisch von drei Kälbern.“ Nachdem das Vögelchen diese Wörter oder dieses Wort gesagt hatte, ließ der Bauer, weil er diesem vertraute, diesem frei. Während es sich im Baum niederließ, lehrte er den Bauern mit lieblicher Stimme: „Dies sind die guten Ratschläge: „Du sollst nicht alles glauben, was dir gesagt wird. Was dein sein wird, wird immer deins bleiben. Du sollst es nicht bedauern, nachdem du eine andere Sache verloren hast.“ Darauf flog er auf einem anderen Ast/Zweig und sagte: „ Gesegnet sei der Gott, welcher deine Augen geschlossen hat. Wenn du mich festgehalten hättest, hättest du in mir einen 1 Pfund schweren Edelstein gefunden.“ Während jener dies hörte, begann er sowohl zu weinen als auch zu bedauern und mit den Händen auf die Brust zu schlagen, da er einst das Vögelchen frei gelassen hatte. Aber der Vogel sagte: „Schnell hast du die erste Regel vergessen. Hab ich dich etwa nicht ermahnt, dass du nicht allem glauben sollst, was gesagt wird? Warum glaubst du, das in mir ein so schwerer Hyazinth sei, weil/obwohl ich nicht ganz von so einem Gewicht bin? Habe ich dir nicht gesagt: Was dein ist wird immer dein bleiben? Und auf welche weise kannst du den Stein bekommen, während ich fliege? Denn habe ich dich nicht ermahnt, dass du über verloren gegangene Dinge nicht trauern sollst?“ Nachdem er den Bauern verspottet hatte, flog das Vögelchen weg. 

 

1 Kommentar 19.11.09 14:51, kommentieren

Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: 11: Echte Bildung - wie wird sie beur

11. Echte Bildung – Wie wird sie beurteilt?

Ein Araber sagt zu seinem Vater: „Ich wundere mich, dass die Adeligen und Weisen in der Vergangenheit hoch geschätzt wurden, und nun nur minderwertig in ihrer Ehre sind.“ Und der Vater sagt zu diesem: „Wundere dich nicht, mein Sohn! Die Weisen nämlich loben die Anständigen, das Volk aber hebt nur das Minderwertige hervor.“ Der Sohn erwidert: „Ich habe sogar etwas anderes gesehen, was nicht der Wahrheit entspricht. Die Weisen, die wegen ihrer Weisheit am kleinsten beurteilt wurden, wurden inzwischen zu Schlechten gemacht und sind so zu großer Ehre gekommen.“ Der Vater sagt zu jenem: „Der Grund allerdings ist die Schlechtigkeit der Zeiten.“ Darauf fragt der Sohn: „Erkläre mir, liebster Vater, was echte Bildung ist!“ Und der Vater sagt: „Wie Aristoteles in seinem Brief, den er dem König Alexander geschickt hat, gelehrt hat: Als dieser von ihm gefragt wurde, welchen Berater er für den König am ehesten auswählen würde, antwortete er folgendermaßen: „Wähle den Mann, der mit sieben freien Künsten ausgerüstet ist, der in sieben ritterlichen Fähigkeiten unterrichtet wurde- Ich glaube, dass der Adel dieses Mannes perfekt ist.  Der Sohn aber sagt: „Diese Bildung findet man nicht in meiner Zeit, sondern alle halten Gold und Silber für am wichtigsten. Deshalb spricht ein anderer folgendermaßen über die Belästigungen der irdischen Welt , durch welche die Gebildeten gequält werden: Sag jenen, die uns für die Belästigungen, die wir ertragen, verachten, dass die irdische Welt niemanden unterdrückt außer die Gelehrten. Siehst du etwa nicht, dass das Meer den Mist und das Streu anhebt, aber die wertvollen Steine versenkt? Siehst du etwa nicht die Sterne im Himmel, deren Zahl wir nicht kennen? Und nicht ein Stern erträgt die Dunkelheit außer Sonne und Mond.“ Der Vater sagt: „Dies ereignet sich wegen der Schlechtigkeit der Zeiten, weil viele Menschen nichts anderes als große Reichtümer schätzen.

4 Kommentare 4.11.09 17:19, kommentieren

Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: L9: Vom weinenden Hündchen teil 1

Von den zehn Kisten Teil 1:

Ein gewisser Spanier kam, während er auf dem Weg nach Mekka war, zuerst nach Ägypten. Da er vorhatte, die Wüste zu betreten und sie zu durchqueren, dachte er über sein Vermögen nach, und fasste den Plan, es in Ägypten zu deponieren. Bevor er es deponierte, fragte er, ob es in der Region jemanden vertrauenswürdigen gäbe, dem er sein Vermögen anvertrauen konnte. Und sie haben ihm einen ernst zu nehmenden Mann gezeigt, von dem gesagt wurde, dass er außergewöhnlich vertrauenswürdig sei. Diesem vertraute er von seinem Vermögen 1000 Talente an. Darauf setzte er seine Reise fort und nachdem er seine Reise gemacht hatte, kehrte er zurück zu jenem. Und er suchte das Vermögen, das er ihm anvertraut hatte. Aber jener, der in Wirklichkeit treulos war, sagte, ihn niemals vorher gesehen zu haben. Nachdem der  Spanier aber so betrogen war,  ging zu den guten Menschen der Region und berichtete, wie er von jener Person behandelt worden war. Die Nachbarn jenes wollten das, was sie über jenen  hörten, nicht glauben.

 Nachdem er das Vermögen verloren hatte, ging jeden Tag zum Haus von jenem, der es ungerecht zurückhielt, und bat ihn, das Geld zurückzugeben. Aber jener machte ihm heftige Vorwürfe und sagte, dass er nicht weiter derartiges sagen und zu ihm kommen sollte. Wenn er es doch täte, würde er eine verdiente Strafe auf sich nehmen. Darauf ging er traurig weg. Beim Weggehen kam er einer alten Frau entgegen, die zum Mönchsleben zugehörige Kleidung trug. Als sie den weinenden Mann sah, rief sie ihn zu sich und fragte, was ihm zugestoßen sei. Aber jener erzählte ihr alles.. Nachdem die Frau aber die Worte gehört hatte, sagte sie: „Freund, wenn es wahr ist, was du erzählt hast, werde ich dir helfen.“

2 Kommentare 8.10.09 17:25, kommentieren

Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: L10: Von den 10 Kisten Teil 2

 Enthält einige Fehler

Von den 10 Kisten Teil 2

Darauf sagte die alte Frau zum Spanier:“Führe mich zu einem Spanier, zu dessen Taten und Worten du vertrauen haben kannst.“ Und jener führte sie zum ihm°. Jenem enttäuschten Spanier befahl sie, zehn gut hergerichtete Kisten zu nehmen und sie zum Haus zu tragen und mit Steinen zu füllen. Sobald sie sah, dass alles vorbereitet war, sagte sie: „Nun wähle 10 Menschen, die mit mir und deinem Gefährten die Kisten wegtragen, wobei sie einer nach dem anderen in einer langen Reihe kommen. Sobald der erste kommt, gehe zum Haus von jenem, der dich betrogen hat, und frage nach deinem Geld.“ Aber er selbst tat so, wie die alte Frau es vorgeschrieben hatte. Diese kam mit dem Gefährten zum Haus des Betrügers und sagte: „Dieser Spanier ist mein Gast und er will nach Mekka reisen. Er wünscht vorher sein Geld, welches in 10 Kisten ist, einem guten Menschen, bis er zurückkommen wird, anzuvertrauen. Deshalb bitte ich dich, dass du dieses  in deinem Haus aufbewahrst. Ich weiß nämlich, dass du ein vertrauenswürdiger Mensch bist. Und während sie dies sagte, kam der erste und trug eine Kiste, während die anderen schon erschienen. Inzwischen hat der Mann die Befehle der Frau nicht vergessen und kam nach der ersten Kiste. Aber als jener Betrüger°, der sein Geld behalten hatte, den Mann kommen sah, fürchtete er, dass, wenn jener sein Geld verlangen würde, der andere ihm sein Vermögen nicht mehr° anvertrauen wird, und sagte zu diesem mit lauter Stimme: „Oh Freund, ich freue mich, dass du jetzt endlich zurückgekommen bist. Komm und nimm dein Geld, das du meinem Vertrauen schon so lange übergeben hast. Aber jener nahm fröhlich sein Geld und bedankte sich. Die alte Frau aber stand auf und sagte: „Wir werden gehen, ich und mein Gefährte werden zu unseren Kisten gehen, und wir werden den Trägern befehlen, sich zu beeilen. Du aber bewache die Kiste gut, die wir dir gebracht haben.“ Jener aber war froh, dass er die Kiste bekommen hatte , bewachte die anderen, und wartet vielleicht jetzt noch.

1 Kommentar 8.10.09 17:24, kommentieren

Transit: Der Dieb auf dem Mondstrahl Übersetzung bzw. Lösung: L6: Vom weinenden Hündchen Teil 1

Keine Garantie für die Richtigkeit

Es wird gesagt, dass ein edler Mann eine Frau hatte, die überraus sittenrein und schön war. Als jener wegen einer Pilgerreisenach Rom weggehen wollte, ließ er seiner Gattin keinen Wächter zurück, da er auf die keschen Sitten und die Ehre der Würde genug vertraute. Nachdem er aber alles für diese Sache gut vorbereitet hatte, ging er weg. Aber die Gattin, die sittenrein lebte und alle Sachen gut ausführte, blieb zu Hause. So geschah es schließlich, dass sie von einer Notwendigkeit veranlasst aus ihrem Haus ging, um sich mit einer Nachbarin zu treffen. Nachdem sie ihre Aufgaben erfüllt hatte, kehrte sie zurück. Nachdem ein junger Mann diese erblickt hatte, fing er an sie mit  brennender Liebe zu begehren und schickte zu jener zahlreiche Botschften, weil er wünschte, von jener, wegen der er so sehr brannte, geliebt zu werden. Aber sie verschmähte ihn gänzlich. Als der junge Mann merkte, dass er von ihr verschmäht wurde, wurde er von heftigem Kummer erfasst. Oft näherte er sich dennoch dem Haus jener, weil er wünschte, sie zu sehen. Diesem vor Schmerz weinenden begegnete eine alte Frau, die Nonne zu sein schien, und die ihn fragte, warum er so traurig war. Zuerst wollte der junge Mann  nicht offenbaren, durch welche  Sache er bewegt war. Die alte Frau sagte zu ihm: „Je länger jemand seine Sachen nicht dem Arzt preisgibt, an einer desto  schwereren Krankheit wird er leiden.“ Nachdem er dieses gehört hatte, erzählte er ihr der Reihe nach, was ihm zugestoßen war/ welche Dinge ihm zugestoßen waren. Die alte Frau sagte zu diesem: „Mit der Hilfe eines Gottes werde ich für diese Sache ein Heilmittel erfinden.“ Sofort hielt sie ihr Hündchen zwei Tage lang vom Essen fern, am dritten Tag gab sie diesem ein mit Senf gebackenes Brot. Während es dieses aß, wurde es gezwungen zu weinen. Nach diesem ging die alte Frau zum Haus jener jungen, keuschen Frau, die jener junge Mann so sehr liebte.

1 Kommentar 6.10.09 16:23, kommentieren